Impulsivität als Subfacette von Neurotizismus

Spricht man von impulsiven Menschen, hat jeder vermutlich ein bestimmtes Bild im Kopf.

Bei vielen wird es vielleicht der cholerische Chef (aus hoffentlich längst vergangenen Zeiten) sein, der aufbrausend wurde, wenn etwas schief gegangen ist.

Doch Impulsivität zeichnet sich nicht (unbedingt) durch Aggressivität aus.


Impulsivität als Facette der Persönlichkeit bezieht sich auf die Unfähigkeit, Begierden und Verlangen zu kontrollieren.

Hat man beispielsweise große Lust auf Schokolade, so hat es mit der eigenen Impulsivität und Impulskontrolle zu tun, ob man seinem Gelüst widerstehen kann und sich wirklich nur ein Stück nimmt oder doch wieder die ganze Tafel isst.


Impulsivität ist eine von sechs Subfacetten des Neurotizismus.

Neurotizismus wiederum ist neben Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Offenheit eine Dimension des Big Five Modells.


In den Bereich des Neurotizismus gehören außerdem die Subfacetten:

 
Die BIG FIVE - Das Gerüst unserer Persönlichkeit

Die Persönlichkeit spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg jedes Einzelnen im Berufsleben. Aber wie muss jemand sein, um beruflich Erfolg zu haben?


 

Wie äußert sich Impulsivität?


Personen mit hoher Impulsivität fällt es schwer, Impulsen zu widerstehen und ihnen nicht nachzugehen. Ihre Frustrationstoleranz ist deutlich niedriger ausgeprägt als bei den meisten Menschen.

Menschen mit niedriger Ausprägung besitzen hingegen eine überdurchschnittlich hohe Frustrationstoleranz und scheinen in der Lage zu sein, die eigenen Impulse sehr gut kontrollieren zu können.

Vielleicht erinnert Sie das an unseren Beitrag zur Facette Selbstdisziplin? Aber wo genau liegt der Unterschied?

Menschen mit niedriger Selbstdisziplin können sich selbst nicht zu dem zwingen, wovon sie wissen, dass sie es eigentlich tun sollten: sei es eine unbeliebte Aufgabe oder das unangenehme Gespräch mit einer Kolleg:in.


Menschen mit hoher Impulsivität hingegen können sich nicht zurückhalten, etwas zu tun,

von dem sie wissen, dass sie es nicht tun sollten - beispielsweise zu rauchen oder weniger ungesund zu essen.


Wie sich Frustration bei einer Person äußert, also ob sie z.B. an Mitmenschen ausgelassen oder doch wortwörtlich in sich hinein gefressen wird, kann die Facette Impulsivität allein nicht beantworten. Hier spielen auch noch andere Faktoren, wie beispielsweise die Subfacette Verträglichkeit eine Rolle. Aus diesem Grund ist die Facette Impulsivität nicht unbedingt relevant für die Personalauswahl.



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