Leistungsstreben als Subfacette der Gewissenhaftigkeit

Aktualisiert: 6. Mai

Schon während der Schulzeit ist erkennbar, dass sich Schüler:innen in ihrem Ehrgeiz unterscheiden.

So kennt eigentlich jeder Geschichten, bei denen sich die eine Person freut mit einer Note 4 gerade noch so bestanden zu haben, während eine andere bei einer 2 in Tränen ausbricht.

Die Tatsache, dass sich das Streben nach Leistung schon im Kindesalter zeigt und auch bis ins hohe Alter relevant bleibt, verdeutlicht, dass es sich um eine Persönlichkeitseigenschaft handelt.


Gewissenhaftigkeit ist neben Neurotizismus, Extraversion, Verträglichkeit und Offenheit eine Dimension des Big-Five-Modells.


In den Bereich der Gewissenhaftigkeit gehören neben "Leistungsstreben" die Subfacetten:

 
Die BIG FIVE - Das Gerüst unserer Persönlichkeit

Die Persönlichkeit spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg jedes Einzelnen im Berufsleben. Aber wie muss jemand sein, um beruflich Erfolg zu haben?


 

Was zeichnet Menschen mit hohem Leistungsstreben aus? Wie arbeiten sie?


Mitarbeitende, die durch ihren eigenen Leistungsanspruch motiviert werden, sind fleißiger und zielstrebiger. Ihnen ist ihr Job und der berufliche Erfolg wichtig und sie sind bereit, auch hart dafür zu arbeiten.

Bei Personen mit sehr hohem Leistungsstreben besteht allerdings die Gefahr, dass sie zu viel ihrer Kraft und Zeit in ihre Karriere investieren, zu Arbeitssüchtigen werden und entsprechend ausbrennen.

Das kann sich je nach Position des Mitarbeitenden negativ auf einzelne Kollegen, ein Team oder sogar das Unternehmen auswirken.

Personen mit durchschnittlicher Leistungsorientierung sind fleißig und motiviert, die eigenen Ziele zu erreichen. Ihnen ist aber auch die Balance zu anderen Lebensbereichen sehr wichtig.


Hingegen unterliegen Personen mit eher niedriger Leistungsorientierung keinem Erfolgszwang. Sie erledigen zwar ihre Arbeit, aber es mangelt ihnen an Ehrgeiz und sie streben nicht nach außergewöhnlich hohen Leistungen.


Bei sehr niedriger Ausprägung erfüllen Personen ihre Aufgaben nur noch mit minimalem Aufwand und werden von anderen als faul betrachtet.


Um die Qualität der Arbeitsergebnisse sicher zu stellen, sollte in der Personalauswahl auf ein durchschnittliches bis leicht überdurchschnittliches Streben nach Leistung geachtet werden.

Bei manchen Menschen ist der Wunsch, Leistung zu erbringen durchaus vorhanden, wird allerdings durch Selbstzweifel, Selbstunterschätzung (Imposter-Syndrom) oder negatives Denken blockiert.


Aus diesem Grund ist es interessant, ebenfalls die Ausprägung für Kompetenz sowie Werte im Bereich Neurotizismus zu berücksichtigen. Dies verdeutlicht, dass die Subfacetten teilweise eng miteinander zusammenhängen und deswegen auch eine gemeinsame Betrachtung wichtig ist, um die Persönlichkeit eines Menschen umfassend zu beurteilen.



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