Mitgefühl als Subfacette von Verträglichkeit

Aktualisiert: 6. Mai

Führungskräfte müssen mitunter schwerwiegende Entscheidungen treffen, insbesondere wenn es um interne Umstrukturierungsmaßnahmen, Versetzung von Mitarbeitenden oder um Kündigungen im Rahmen eines Arbeitsplatzabbaus geht.

Inwiefern eine Führungskraft in diese Entscheidungen “weiche” Kriterien, wie

die Lebenssituation oder den Familienstand der betroffenen Mitarbeitenden mit einfließen lässt, hängt stark von ihrem Mitgefühl ab.


Mitgefühl ist eine von sechs Subfacetten der Persönlichkeitsdimension Verträglichkeit.


Verträglichkeit ist neben Offenheit, Neurotizismus, Gewissenhaftigkeit, und Extraversion eine Dimension des Big-Five-Modells.


In den Bereich der Verträglichkeit gehören außerdem noch die Subfacetten:

 
Die BIG FIVE - Das Gerüst unserer Persönlichkeit

Die Persönlichkeit spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg jedes Einzelnen im Berufsleben. Aber wie muss jemand sein, um beruflich Erfolg zu haben?


 


Was macht Mitgefühl wissenschaftlich betrachtet aus und welche Rolle spielt es im Job?

“Die Subfacette beschreibt, inwieweit eine Person Sympathie und Mitgefühl für die Lage anderer Menschen aufbringt.”

Person mit hohen Merkmalsausprägungen verhalten sich anderen gegenüber sehr mitfühlend und weichherzig.

Bei einer Führungskraft wie in unserem Beispiel besteht dadurch das Risiko, dass sie sich bei Entscheidungen zu sehr von den Bedürfnissen anderer leiten lässt und ihr Urteil dadurch weniger objektiv ausfällt.


Personen mit niedrigen Merkmalsausprägungen sind hingegen nüchterner und werden weniger von Appellen an ihr Mitleid bewegt. Sie betrachten sich selbst als Realisten, die rationale, auf Logik basierende Entscheidungen treffen. Anderen gegenüber Einfühlungsvermögen aufzubringen fällt ihnen schwerer.


Sie tendieren dazu, emotionale Aspekte bei Entscheidungen, die sich auf andere auswirken, zu vernachlässigen.


Allerdings gibt es auch einige Situationen bei denen es durchaus ratsam ist, Emotionales und zwischenmenschliche Aspekte mit einzubeziehen, vor allem dann, wenn Entscheidungen Auswirkungen auf andere Menschen haben. Wie so oft im Leben scheint ein gesundes Mittelmaß ideal zu sein.


Aber nicht nur Führungskräfte sollten über ein gewisses Maß Empathie verfügen. In Bereichen wie dem sozialen Sektor und in der Pflege ist Mit- und Feingefühl absolut wünschenswert.



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