Offenheit für Erfahrung als Subfacette von Offenheit

Aktualisiert: 6. Mai

Während manch einem Begriffe wie “Change”, “Umstrukturierung” oder “Neustrukturierung” sofort Angstschweiß auf die Stirn treiben, können andere es wiederum kaum erwarten - sie freuen sich regelrecht auf jedwede Art von Veränderung, egal ob im Arbeitskontext oder privaten Umfeld.

Diese Unterschiede zwischen den Menschen haben u.a. dazu geführt, dass sich ein ganz neuer Bereich entwickelt hat - das Change Management, welches weltweit aber tausende von Beratern, Trainern und Coaches beschäftigt, damit Veränderungen gelingen. Aber warum unterscheiden sich Menschen so stark?


Dafür gibt es verschiedene Gründe: zum einen spielen Erfahrungen in der Vergangenheit eine Rolle, zum anderen ist die Offenheit für neue Erfahrungen auch in der Persönlichkeit eines Menschen veranlagt.


Offenheit für Erfahrung ist einer von sechs Subfaktoren der Offenheit. Offenheit ist neben Neurotizismus, Extraversion, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit eine Dimension des Big-Five-Modells.


In den Bereich der Offenheit gehören außerdem noch die Subfacetten:

 
Die BIG FIVE - Das Gerüst unserer Persönlichkeit

Die Persönlichkeit spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg jedes Einzelnen im Berufsleben. Aber wie muss jemand sein, um beruflich Erfolg zu haben?


 

Offenheit für neue praktische Erfahrungen, bezieht sich zum einen darauf, dass man neue Dinge tut und zum anderen auf die Veränderungen bereits existierender Handlungen.

Es geht also darum, wie jemand auf Veränderungen und neue Ideen reagiert. Während manch einer sofort neugierig wird und es kaum erwarten kann, bevorzugen andere wiederum Vertrautheit und Routinen. Bewährtes gibt ihnen Sicherheit, wiederum auf Andere mag dies nicht unbedingt aufgeschlossen wirken.



Welche Bedeutung hat Offenheit für Erfahrungen im Job?


Im Arbeitsumfeld deuten niedrige Ausprägungen auf eine geringere Empfänglichkeit für neue Vorgehensweisen und eine Abneigung gegenüber Änderungen der Routine hin. Personen mit niedrigen Werten finden weniger Gefallen an einer Tätigkeit, be


i der sie sich auf unbekanntes Terrain begeben müssen. Sie werden nicht durch neue Erfahrungen motiviert, sie schrecken eher vor jenen zurück.


Grundsätzlich wäre eine solche Präferenz kein Problem, da es auf dem Arbeitsmarkt zahlreiche Routinetätigkeiten gibt.

Jedoch sind aufgrund wirtschaftlicher sowie organisationaler Entwicklungen Veränderungen oft unvermeidbar.


Wird die Hierarchie in einem Unternehmen verändert, wodurch es zu einer Umstrukturierung von Rollen kommt, ist es deutlich schwieriger, diese Mitarbeitenden positiv zu stimmen oder mitzuziehen.



Personen mit hohen Werten werden hingegen eher mit einem Job unzufrieden sein, der eine Routinetätigkeit in einer unveränderlichen Umgebung mit sich bringt. Eher suchen solche Personen geradezu nach neuen Erfahrungen. Und auch diese Neigung wird in vielen Arbeitsbereichen gesucht. So sollen Wissenschaftler durch Erfindung neuer


Methoden und Techniken zur beständigen Weiterentwicklung beitragen. Gleiches gilt für Softwareentwickler: sie sollen auf dem neuesten Stand der Technik sein, damit Unternehmen durch ihre Lösungen modern und konkurrenzfähig bleiben.


Personen mit durchschnittlicher Offenheit für Erfahrung zeigen eine Wertschätzung gegenüber Routine, aber auch eine Neugier für neue Vorgehensweisen.

Für viele Stellen reicht dieses Ausmaß an Offenheit aus, um Veränderungen erfolgreich meistern zu können.


Wie viel Offenheit für Erfahrung ihr nächster Mitarbeiter mitbringen sollte, hängt ganz von der zu besetzenden Stelle und der Unternehmenskultur ab!



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